• BEATRICE BELLEAMIE

DAS GLÜCK DER ANDEREN

Aktualisiert: 14. Okt 2020


Die kindliche Seele wünscht sich nichts sehnlicher, als die Eltern und die Menschen, die sie liebt, glücklich zu sehen. Sie fühlt sich verantwortlich für das Glück der Eltern und opfert sich bereitwillig auf, Rollen zu übernehmen und die persönliche Entwicklungsentfaltung aufzugeben.

Diese Kinder spielen den „Clown“, um die Eltern aufzuheitern oder sie nehmen sich und ihre Bedürfnisse komplett zurück, um bescheiden und gehorsam das Kind zu sein, das ihrer Vorstellung nach den Erwartungen der Eltern entspricht.

Der unbewusste Gedanke ist: Wenn ihr nicht glücklich sein könnt, dann will ich es aus Liebe zu euch auch nicht sein. Ich gebe lieber mich selbst und mein Leben auf, um euch ein glückliches Leben zu ermöglichen.

Dahinter steckt allerdings auch eine verborgene Erwartungshaltung: Dafür müsst ihr mich lieben.

Die hilflose Kinderseele ist völlig überfordert mit dieser selbstauferlegten Aufgabe.

Aus dieser unbewussten Grundüberzeugung heraus kreieren die Kinder später als Erwachsene Situationen oder Beziehungen in ihrem Leben, die dieser Abhängigkeit folgen: Ich tue alles für dich, dafür will ich von dir geliebt werden.

Wird die eingeforderte Liebe als Gegenleistung für den „Liebesdienst“, den die Kinder aufbringen, vom Gegenüber nicht erwidert, endet das in Frustration und Kampf. Ein Kampf um die Liebe, die keine Liebe ist, sondern eine Abhängigkeit, die meist in totaler Erschöpfung für alle Beteiligten endet.



Kommt dir diese Situation bekannt vor?

Fühlst Du auch diese ohnmächtige Erschöpfung in dir und wünscht dir nichts sehnlicher als Veränderung?


Veränderungen können nur vorgenommen werden, wenn Du die bewusste Entscheidung triffst, den nächsten Schritt zu gehen. Doch dafür brauchst Du Mut und das absolute Vertrauen in deine Intuition.


Bist Du bereit?



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