• BEATRICE BELLEAMIE

DAS GUTE GIBT SICH IMMER ZU ERKENNEN

Aktualisiert: 12. Nov 2020

Heute morgen wachte ich auf und fühlte Wut in mir.

Die Wut darüber, dass Meinungen nicht öffentlich kundgetan werden können, ohne teilweise heftige Gegenreaktionen auszulösen, dass die widersprüchlichsten Argumente in der Welt kursieren, die eine Freiheitsbeschränkung rechtfertigen.

Hinter jeder Wut verbirgt sich auch eine Traurigkeit.

So macht es mich auch gleichzeitig traurig, zu sehen, dass Existenzen und Lebenswerke ausgelöscht, dass Menschen isoliert werden und die Angst geschürt wird.

Ich arbeite mit Menschen und erlebe immer wieder die Auswirkungen der Angst.

Angst wirkt wie ein negativer Verstärker, Angst schwächt, lässt uns ohnmächtig fühlen und handlungsunfähig werden. Angst berührt unsere Schmerzpunkte, sie macht uns zum Opfer unseres Lebens. Angst hemmt die Regeneration des Immunsystems. Wir werden schutzloser und anfälliger für Krankheiten.

Der erste Schritt zur Veränderung kann immer nur über die Akzeptanz des Ist-Zustandes erfolgen, um Neues erschaffen zu können. Nur mit Besonnenheit und einem ruhigen Geist können konstruktive Entscheidungen getroffen werden.

Ich kann die Wut und den Aufruf zu Kampf und Widerstand einiger Menschen durchaus verstehen und nachvollziehen. Aber eines sollte uns klar sein: Kampf und Widerstand senden die Energie des Krieges in diese Welt. Sie werden keine Türen öffnen können und können auch sicher nicht der Weg aus dieser Krise sein.

Solidarität und Grenzen setzen können friedliche Lösungen bringen.

Lasst uns reife Entscheidungen zum Wohle und zum Besten aller treffen, die nicht auf Grundlage der Angst basieren.

Wenn dieser Virus auch etwas Gutes bewirken kann, dann hoffentlich die Überprüfung der Systeme, die jetzt in einen Überforderungsmodus geraten sind. Nur aus dem Chaos kann eine neue Ordnung entstehen.

Lasst uns als Gemeinschaft, die aus der Vergangenheit gelernt hat, aus einer Verbundenheit heraus agieren, die aus einem Gefühl des liebevollen und friedlichen Miteinanders und nicht des gemeinsamen Kampfes gegeneinander, entsteht.

Alles darf geschehen, damit sich das Gute zu erkennen geben kann!



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